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Hellmuth, Thomas (Hg.): Das "selbstreflexive Ich". Beiträge zur Theorie und Praxis politischer Bildung, Innsbruck/Wien/Bozen 2009.Welche Inhalte soll politische Bildung vermitteln, und auf welchen Methoden soll der Unterricht basieren? Die Beiträge dieses interdisziplinären Bandes regen zu diesen Fragen eine - in Österreich bislang nur peripher geführte - Diskussion über theoretisch-methodische bzw. didaktiksche Grundlagen an und stellen die gegenwärtige Praxis politischer Bildung auf den Prüfstand. Darüber hinaus bieten die Texte auch Beispiele für die pratkische Umsetzung. Dabei werden vor allem subjektive Faktoren politischer Bildung, das "selbstreflexive Ich", und damit in Verbindung auch die Kompetenzvermittlung in den Mittelpunkt gerückt.
Birgit Kirchmayr/Friedrich Buchmayr/Michael John: Geraubte Kunst in Oberdonau, Linz 2007 (Oberösterreich in der Zeit des Nationalsozialismus, 6)
Während der Zeit des Nationalsozialismus sind zehntausende Kulturgüter beschlagnahmt oder in einer anderen Weise in den Besitz von NS-Stellen gebracht worden. In den letzten Kriegsjahren wurden viele Kunstgegenstände der Luftschutzbergung übergeben, bei und nach Kriegsende haben die alliierten Streitkräfte den Großteil dieser Kulturgüter sicher gestellt. Im Zuge dieser gigantischen Vermögensübertragung und Verschiebung von Kunstwerken spielte der "Reichsgau Oberdonau", der im Mittelpunkt dieser Studie steht, eine besondere Rolle.

Peter Becker, Richard F. Wetzell (Ed.): Criminals and their scientists. The History of Criminology in International Perspective, Cambridge University Press 2005This book presents recent research on the history of criminology from the late eighteenth to the mid-twentieth century in Western Europe (Austria, Britain, France, Germany, Italy) and in Argentina, Australia, Japan, and the United States. Approaching the history of criminology as a history of science and practice, the essays examine the discourse on crime and criminals that surfaced as part of different discourses and practices, including the activities of the police and the courts, parliamentary debates, media reports, as well as the writings of moral statisticians, jurists, and medical doctors. In addition, the book seeks to elucidate the relationship between criminological discourse and politics, society, and culture by providing a comparative study of the worldwide reception of Cesare Lombroso’s criminal-anthropological ideas.
- Approaches criminology as both discourse and practice, and therefore examines criminological ideas in a great variety of different sites
- The book’s comparative approach has great geographical range, including Western Europe, the United States, Australia, Argentina, and Japan
- Brings together the essays of historians from Germany, France, Britain, Italy, the United States, Australia, Argentina, and Japan
Contributors Marc Renneville, Martin J. Wiener, Michael Berkowitz, Andrew Lees, Peter Becker, Mary S. Gibson, Nicole Hahn Rafter, Mariacarla Gadebusch Bondio, Laurent Muccielli, Stephen Garton, Ricardo D. Salvatore, Yoji Nakatani, Martine Kaluszynski, David G. Horn, Jane Caplan, Philippe Artières, Peter Fritzsche, Richard F. Wetzell, Oliver Liang, Gabriel N. Finder, Geoffrey J. Giles

Peter Becker: Dem Täter auf der Spur. Eine Geschichte der Kriminalistik, Darmstadt: Primus 2005In dieser Geschichte der Kriminalistik geht es um die gerichtlichen und polizeilichen Ermittlungstechniken von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Dabei dienen Fallgeschichten jeweils als Ausgangspunkt, um die kriminalistischen Verfahren vorzuführen und in ihren geschichtlichen Zusammenhang einzuordnen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert; im ersten Teil geht es um die Vorgeschichte der Kriminalistik, um dabei um die Folter und ihre Abschaffung. Der zweite Teil widmet sich der Entwicklung zentraler Methoden der Fallaufklärung; so waren beispielsweise die Fotografie, der Fingerabdruck und die wissenschaftliche Spurenanalyse Meilensteine auf dem Weg zur heutigen Kriminalistik. Im letzten Teil wendet sich Peter Becker schließlich kriminalistischen Methoden und neuen Ermittlungstechniken im 20. und 21. Jahrhundert zu, so der Nutzung von Fernsehsendungen wie "Aktenzeichen XY ungelöst", der Rasterfahndung oder dem genetischen Fingerabdruck. Diese Geschichte der Kriminalistik versteht sich als eine Kulturgeschichte im weiteren Sinne. Neue Ermittlungstechniken boten nicht nur eine verbesserte Antworten auf die Kriminalität, sondern erforderten die Anpassung der bestehenden Organisation. Der kulturgeschichtliche Blick auf die Kriminalistik vermittelt daher auch einen neuen Blick auf die Veränderungen von Justiz und Polizei seit dem 18. Jahrhundert. "Alles und jeder hinterlässt eine Spur." Das ist das Credo der Kriminalisten und die Grundlage der systematischen Spurensicherung mit kriminalistischen Methoden. Deren Entwicklung und Bedeutung vollzieht Peter Becker in diesem Buch nach - immer ausgehend von interessanten und oft prominenten Fallgeschichten.
Thomas Hellmuth, Ewald Hiebl, Günther Marchner und Martin Scheutz (Hg.): Visionäre bewegen die Welt. Ein Lesebuch durch das Salzkammergut, Salzburg/München: Verlag Anton Pustet 2005Hermann Broch, der Alpinist Friedrich Simony, die Widerstandskämpferin Resi Pesendorfer, der Ingenieur Josef Stern - sie und viele andere wirkten im "zehnten Bundesland Österreichs" und lassen deshalb vermuten, dass kaum eine Region eine derartige Dichte an visionären Persönlichkeiten beheimatet wie das Salzkammergut. Das Lesebuch stellt diese in spannenden Essays vor und spürt ihren Wegen und Irrwegen nach, bis sie mit der Verwirklichung ihrer Ideen und Träume belohnt wurden. Manche hingegen scheiterten, auch von ihnen ist im Buch die Rede. Mit Beiträgen von Barbara Frischmuth, Alfred Komarek, Julian Schutting, Lutz Maurer u.a.
hg. vom European Institute for Culture & Urban Communication (EICUC). Redaktion: Michael Amon, Fritz Betz, Thomas Hellmuth, Bernhard Seyringer, Manuel Schilcher
XING geht in dieser Ausgabe der sinnstiftenden Funktion von Erinnerung und Erinnerungsorten bzw. der "Dialektik von Erinnerung und Amnesie" (P. Nora) nach, kratzt an nationalen Mythen und entlarvt die hohlen Phrasen der scheinbar rechtschaffenen und daher unantastbaren Erinnerungshüter. Und dennoch: Erinnerung bleibt wichtig, allerdings nur, wenn sie letztlich Reflexion nach sich zieht, uns unangenehme Fragen stellen und in die Zukunft blicken lässt. Mit Beiträgen von Thomas Werner Duschlbauer, Richard Fraunberger, Wiltrud Hackl, Thomas Hellmuth, Roman Horak, Nicole Kirchberger, Rolf Kleine, Franz Koppelstätter, Michael Rosecker, Edda Rydzy, Mark Siemons, Heidemarie Uhl und Katharina Wessely
Roland Böckle, Thomas Hellmuth, Ewald Hiebl, Wolfgang Kuschnigg, Karin Tolar-Hellmuth und Manfred Tuschel: Faszination Geschichte. Ein Unterrichtswerk für Geschichte und Sozialkunde an Hauptschulen und allgemein bildenden höheren Schulen, 3 Bände"Faszination Geschichte" ist ein Unterrichtswerk nach dem Lehrplan von 1999. Das Doppelseitenprinzip gewährleistet den Zusammenhalt des Inhalts und einen kompakten Überblick über die verschiedenen Themen. Verweise und Zeitspiralen helfen bei der Einordnung in einen historischen Hintergrund und unterstützen die Verankerung des neu Erlernten. Folienüberleger in Band 1 und eine Audio-CD in Band 2 ergänzen Bilder im Buch oder lassen Vergangenes auf faszinierende Weise wieder "auferstehen".
Gabriella Hauch (Hg.), unter Mitarbeit von Peter Gutschner und Birgit Kirchmayr: Industrie und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, Studienverlag: Innsbruck u.a. 2003.
Während bisher vorwiegend eine isolierte Aufarbeitung anhand einzelner Industriebetriebe stattfand, ermöglichen die Beiträge dieses Bandes erstmals eine Zusammenschau der Zwangsarbeitsthematik in einem weiteren Kontext: Anhand der Betriebe der "Reichswerke Hermann Göring" in Österreich, Deutschland und Polen sowie der Volkswagen- und Mercedes Benz-Werke werden zeithistorische sowie sozial- und wirtschaftstgeschichtliche Aspekte der Zwangsarbeit verknüpft und auch mit sozialpsychologischen Fragestellungen verbunden.
Mit Beiträgen von Karl Fallend, Manfred Grieger, Gabriella Hauch, Ulrich Herbert, Brigitte Heusinger, Michael John, Josef Moser, Bertrand Perz, Grundrun Pischke, Oliver Rathkolb, Mark Spoerer und Gerhard Wysocki
Christian Klösch und Regina Thumser: Exilkabarett in New York 1938 bis 1950, Wien: Picus 2002
New York, das so vielen ÖsterreicherInnen Exil bot, war auch ein Fluchtort für eine große Anzahl von KünstlerInnen aus Literatur, Kleinkunst und Unterhaltungsmusik, die hier einem ständig wachsenden Publikum eine geistige Heimat, Zeitkritik und eben Unterhaltung boten. Regina Thumser und Christian Klösch beleuchten ein bisher kaum beachtetes Kapitel des österreichischen Exils und der österreichischen Kabarettgeschichte. Dabei erwecken sie die Erinnerungen mit einer Fülle von Material zu neuem Leben.
Thomas Hellmuth (Hg.): Politik verstehen. Informationen und Unterrichtsvorschläge zu Geschichte und Politische Bildung, 2. Bände, Linz: Veritas 2002.
Bd. 1: Informationen und Unterrichtsvorschläge zu Geschichte und Politische Bildung, 144 S. (ISBN 3-7058-6269-3) Bd. 2: Kopiervorlagen, 68 S. (ISBN 3-7058-6268-5) Linz: Veritas-Verlag 2002 Ein neuer Geschichte-Lehrplan für die AHS-Oberstufe, der seit dem Schuljahr 2002/03 in Kraft getreten ist, legt einen Schwerpunkt auf Geschichte und Politische Bildung. Materialien für LehrerInnen sind bislang aber nur spärlich vorhanden. Das zweibändige Werk „Politik verstehen“ bietet daher wichtige Informationen zum Thema sowie zahlreiche Unterrichtsvorschläge und Unterrichtsmaterialien, mit denen die SchülerInnen „demokratischer Handlungskompetenz“ erlangen können. „Politik verstehen“ versteht Politische Bildung nicht allein als Staatsbürgerkunde; vielmehr sollen SchülerInnen zu kritikfähigen BürgerInnen erzogen werden, die den Konstruktionsplan unseres Gesellschaftssystems erkennen können. Mit Beiträgen von Maria Ecker, Thomas Hellmuth, Ewald Hiebl, Michael Kitzmantel und Karin Tolar-Hellmuth

Gabriella Hauch, Thomas Hellmuth und Paul Pasteur (Hg.): Populismus. Ideologie und Praxis in Frankreich und Österreich, Innsbruc u.a: Studienverlag 2002 (Studien zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte, Band 12)
Populismus subsumiert die Politik der "Protestparteien", die in den letzten Jahren in ganz Europa Wahlerfolge erringen konnten. Hinter Verbalradikalismen gegen die politischen Eliten im Namen des "Volkes" verbergen sich neoliberale Ideen und eine gegen die Tradition der Aufklärung gerichtete Ideologie. Sündenböcke werden konstruiert und für Missstände und Verunsicherungen verantwortlich gemacht. Die AutorInnen analysieren die Grundlagen und Erscheinungsformen des Populismus in Frankreich und Österreich, diskutieren verschiedene Populismus-Theorien, fragen auch nach einem Populismus der "Linken" und versuchen zu erklären, wann, wie und warum populistische Parteien so erfolgreich sind. Mit Beiträgen von Gabriella Hauch, Thomas Hellmuth, Thomas Macho, Walter Ötsch, Paul Pasteur, Nicolas Roquigny, Anne-Sophie Perriaux, Georg Schmid und Andre Zogholy
Thomas Hellmuth: Zeitgemäß. Kolping Linz im gesellschaftlichen Wandel, Linz 2002.Das Buch stellt die Entwicklung des katholischen Gesellenvereines bzw. Kolpingvereines in Linz im gesamtgesellschaftlichen Kontext dar. Der Gesellenverein wurde als "Kind" einer katholisch-liberalen Volksbewegung infolge der 1848er-Revolution gegründet. Politische Indoktrination lag ihm zunächst fern. Bald wurde der Verein aber in die politischen Auseinandersetzungen des 19. und schließlich des 20. Jahrhunderts hineingezogen. Der Klassengesellschaft hielt der Verein ein berufsständisches Gesellschaftsmodell entgegen. So vertrat der Verein auch die Ideologie des österreichischen Ständestaates. Die Nationalsozialisten verboten ihn daher. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der Linzer Gesellenverein seine ursprünglichen Ziele - die soziale Arbeit - wieder.
Thomas Hellmuth und Ewald Hiebl: Kulturgeschichte des Salzes. 18. bis 20. Jahrhundert, Wien: Verlag für Geschichte und Politik / München: R. Oldenbourg Verlag 2001.Seit dem 18. Jahrhundert ist Salz zu einem jederzeit verfügbaren und daher kaum beachteten Industrieprodukt geworden. Dieser Wandlungsprozess ist Thema des Buches - es spannt einen Bogen von den ökonomischen und technischen Veränderungen über die sozialen Auswirkungen bis hin zur Transformation von Identitäten infolge der Moderne bzw. Postmoderne. Damit wird wissenschaftliches Neuland betreten, zumal sich die europäische Salzgeschichte - mit wenigen Ausnahmen - bislang vor allem auf die Epochen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit konzentriert hat. Insgesamt bietet das Buch ein buntes Bild, eine Collage aus Technik- und Wirtschaftsgeschichte sowie aus Sozial- und Kulturgeschichte. Das Ziel der Herausgeber war es daher, die zahlreichen darin enthaltenen kulturgeschichtlichen Ansatzpunkte herauszufiltern und erstmals eine Kulturgeschichte des Salzes vom 18. bis zum 20. Jahrhundert zu präsentieren.
Hans Hautmann: Karl Marx - Friedrich Engels. Ein Vademekum über ihr Leben und Werk (Alfred Klahr Gesellschaft - Quellen & Studien - Sonderband 1) Wien: Eigenverlag 2001 (Neuausgabe).
In der Publikation wird der Marxismus, die bedeutendste sozialistische Lehre, historisch-genetisch behandelt. Im Mittelpunkt stehen die Stationen der Lebenswege von Karl Marx und Friedrich Engels, das gesellschaftliche Umfeld, in denen sie wirkten sowie die inhaltliche Analyse ihrer wichtigsten Schriften in kurzer und allgemeinverständlicher Form.
Marko F. Feingold: Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh. Eine Überlebensgeschichte, hg. und mit einem Nachwort von Birgit Kirchmayr und Albert Lichtblau, Wien: Picus 2000 (Spuren in der Zeit).Die Erinnerungen von Marko M. Feingold sind geprägt von Gegensätzen, zeigen Wendungen und Brüche in einem von Nationalsozialismus und Holocaust bestimmten Leben. Eine Kindheit im Prater, die durchtanzte Jugend im Wiener Grabencafé, Vertreterjahre für Flüssigseifen im faschistischen Italien der 30er Jahre, eine vergebliche Flucht vor den Nationalsozialisten nach Prag und die Verhaftung. Feingeld überlebt die Unmenschlichkeit und die Grausamkeit der Konzentrationslager Auschwitz, Neuengamme, Dachau und Buchenwald. Nach der Befreiung etablierte sich Marko M. Feingold eher zufällig in Salzburg als Betreiber einer Küche für KZ-Überlebende. Er half jüdischen Überlebenden aus Osteuropa auf ihrer abenteuerlichen, illegalen Flucht nach Palästina und eröffnete später ein eigenes Modegeschäft in Salzburg. Als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde gestaltete er seit 1977 das öffentliche Leben in Salzburg mit. Sein Engagement gegen das Vergessen ist denen, die die Vergangenheit und die Schuld gerne verdrängen, ein Dorn im Auge. Der erzählerische Rückblick Feingolds auf sein Leben ist niemals sentimental oder anklagend, trotz des Erlittenen liegt darin viel Humor und Unbeschwertheit.

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